Verbraucherschutz: Vorgehen gegen Abo-Fallen im Internet möglich!

Immer wieder hört man von Abzocke im Internet. Man hat ein kostenloses Abonnement abgeschlossen und es auch erhalten. Auf einmal gibt es die große Überraschung: Es kommt eine Rechnung über einen hohen Betrag für die bestellte Leistung. Viele denken, es sei ein Fehler – leider stellt sich meistens heraus, dass es keiner ist. Sie waren unvorsichtig und tappten in eine Abofalle. Jetzt hat das Oberlandesgericht Frankfurt ein grundlegendes Urteil gefällt!


Abofallen im Internet sind unbezahlbar
Jährlich wird – alleine in Deutschland – ein Schaden von vielen Millionen Euro durch sogenannte Abofallen angerichtet. In der Regel läuft es so ab, dass man einen kostenlosen Dienst im Internet nutz oder ein kostenloses Probeabo bestellt. Man klickt ein paar Häckchen an ohne sich jedes Wort durchzulesen oder man meldet sich nur auf einer Seite an. Einige Wochen darauf flattern hohe Rechnungen der Firma ins Haus. Dagegen war auch die Justiz machtlos – es war war ein Fehler des Nutzers. Ein Millionengeschäft ist es, weshalb sich das „Angebot“ der Abofallen rasant vermehrt und sich die Betreiber immer bessere Tricks einfallen lassen.

Haftstrafen von mindestens 6 Monaten
Das Oberlandesgericht Frankfurt hat nun ein neues, wegweisendes Urteil (Az.: 1 Ws 29/09) gefällt, welches besagt, dass Angebote mit versteckten Preishinweisen als gewerbsmäßiger Betrug einzustufen sind. Bei einem Vergehen, auch wenn auf der Seite der Preis ganz klein versteckt wurde, drohen Haftstrafen von mindestens sechs Monaten.

Was kann ich tun, wenn ich mir sicher bin, dass ich nichts abgeschlossen habe?

Wenn ihr aber doch einmal in der Situation seid und eine Rechnung bekommt, obwohl ihr euch sicher seid, dass ihr entweder nicht auf der Seite wart oder kein Preishinweis sichtbar war? In diesem Fall empfehle ich euch, die Rechnung auf keinen Fall zu zahlen und euch an den örtlichen Verbraucherschutz zu wenden. Falls ihr Recht habt, kann das zu einer Klage wegen versuchten Betrugs gegen den Betreiber führen.

Eine Beispielseite, die dagegen ankämpft ist Gegen-Betrug

Siehe auch Website des Justizministeriums
Seid ihr schon einmal in eine Abofalle getappt oder anders im Internet abgezockt worden?




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