Haiti – Versprochene Hilfe kommt nicht an

Japan
Fukushima
Tsunami
Erdbeben

An was denkt man dabei? Richtig, an die Katastrophe im Pazifik. Manche Personen vielleicht auch an die Debatte über Kernkraft in Deutschland. Aber an Das Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2010 denkt dabei wohl kaum jemand. Dabei erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,0 den Karibikstaat Haiti – eines der ärmsten Länder der Welt. Bei der Katastrophe starben fast 230.000 Menschen.


Spenden fließen nach Japan.

 

Spenden fließen, wenn überhaupt, nach Japan – was auch verständlich ist.

Menschen spenden schließlich fast immer dafür, wofür aufgerufen wird. Da Japan das aktuellste Thema ist, wird nun dafür gespendet. Eventuell sogar mehr als sonst, wegen der Angst vor einer nuklearen Katastrophe.

 

Haiti ist politisch uninteressant

Was ich die größte Schweinerei finde und eigentlich auch der Auslöser für diesen Artikel ist, sind die Regierungen, die Haiti großzügige Spenden zugesichert haben, aber nur einen Bruchteil davon überweisen. Warum? Haiti ist nicht von politischer Relevanz, weshalb eine Spende keinen Nutzen für einen Staat bringt.
Dass die Haitianische Regierung um Präsident René Préval wohl auch Gelder beiseite fließen ließ, möchte ich jetzt nicht detailliert besprechen.

Wer wann für welche Katastrophe spendet, bleibt aber jedem selbst überlassen. Wie handhabt ihr das? Spendet ihr lieber in die Soforthilfekasse oder ein paar Monate später?

 

 

Bildquellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_in_Haiti_2010



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2 Antworten to “Haiti – Versprochene Hilfe kommt nicht an”

  1. CrisisMaven sagt:

    Da sieht man’s – die Haitianer koennen fuer ihre Katastrophe wenig – die Japaner dagegen schon. Und wer kriegt wieder das ganze Geld?
    Ich habe mal versucht, das gesamte Ausmass der Japan-Atomkatastrophe, Risiken und Gefahren der Atomkraft und was sie fuer Europa bedeuten hier uebersichtlich zusammenzufassen:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=208864
    Dort auch Hinweise zum Umgang mit radioaktiv verseuchtem Wasser.

    • muehsi sagt:

      Ist doch immer das Gleiche.. Humanität zählt als Letztes. So lange Wirtschaft und Politik passen…. Ich bin natürlich auch der Meinung, dass die außenpolitische Beziehungen eine wichtige Rolle spielen, aber dann soll man eben einfach nichts zusagen, das ist wenigstens ehrlich.. Immer das Gleiche!
      Deinen Artikel werde ich mir dann mal zu Gemüte führen.

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