Gefahren von Facebook

Das WEB 2.0 birgt viele Gefahren. Ob nun Betrüger mit Fakeshops versuchen einen um sein Geld zu bringen oder an die persönlichen Daten zu kommen um diese anschießend zu verkaufen. Andere versuchen Frauen (und manchmal auch Männer kennen zu lernen und diese zu treffen – mit dem Ziel ein Verbrechen zu begehen. Aber lassen wir diese Themen einmal außen vor.
Viele sehen Gefahren, die zwar fern erscheinen, aber es häufig nicht sind, nicht. Ich möchte heute einmal auf ein paar Gefahren, die das bekannteste und größten sozialen Netzwerk Facebook mit sich bringt, eingehen.



Zuerst mach wir dazu den Sprung über den Atlantik, in die USA. Die sind uns bekanntlich schon immer ein paar Jahre voraus, zumindest auf den meisten Gebieten. Also könnte das bei uns bald ähnlich aussehen.

 

“Facebook tötet”

In den USA wurden Jugendliche von ihren Bekannten, zum Beispiel Mitschülern, durch Facebook so exzessiv gemobbt, dass sie sich selbst umgebracht haben. Natürlich können diese Teenager auch im “echten” Leben außerhalb Facebook gemobbt werden. Dadurch, dass dies nun aber auch online geschieht, haben sie praktisch keine Rückzugsmöglichkeiten mehr. Vorher war es das vertraue Heim, jetzt können sie sich nicht einmal mehr dort wohl fühlen oder Halt suchen. Die “Bedrohung” sitzt praktisch auf dem Schreibtisch.

 

Zu wenige Freunde

Ziemlich heftig finde ich auch, dass in den USA Jugendliche gemobbt werden, wenn sie weniger als 500 Facebook-Freunde haben. Was ist das für eine Welt, in der einerseits geraten wird, nicht jedem, den man nur flüchtig kennt Zugriff auf seine persönlichen Daten zu geben (durch die Facebook-Freundschaft) aber man andererseits gemobbt wird, wenn man zu wenige Facebookfreunde hat?

Ist es nicht gleichzeitig auch so, dass man durch übermäßig viele “Freunde” in Facebook in gewissem Maße an Realitätsverlust leidet? Wenn man davon ausgeht, dass man 300 oder 400 Freunde hat und diese nur online pflegt, dann führt das langfristig auch zu einer sozialen Isolation, auch wenn man in einem sogenannten “sozialen Netzwerk” ist. Mit Sozialität hat dies nichts mehr zu tun.

Überlege doch mal, wie viele der Leute, die du in Facebook kennst, echte Freunde sind. Damit meine ich auch echte Freunde. Menschen, mit denen man wirklich alles machen kann, denen man alles sagen kann. Immer. Mein Uropa sagte einmal: “Wenn du in deinem Leben mehr als zwei echte Freunde findest, dann hast du Glück.” – Denkt darüber nach, denn auch Freundschaften sind vergänglich.

Facebook dient meiner Meinung nach eher als Ergänzung zu den Kontakten, die man in echt kennt. Ruft doch mal jemanden an, den ihr schon lange nicht mehr wirklich getroffen habt aber hin- und wieder online mit ihm zu tun habt und trefft euch auf einen Kaffee oder so. Vielleicht könnt ihr eure Erfahrungen diesbezüglich auch einmal hier veröffentlichen?

 

Dass Facebook ein großes Suchtpotenzial hat, habe ich bereits im Artikel Facebook – die neue Droge? beschrieben, weshalb ich darauf nicht mehr eingehen.

Wie seht ihr das? Gibt es noch weitere Gefahren, die ich gar nicht erwähnt habe oder denkt ihr über das Thema ganz anders?

 



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11 Antworten to “Gefahren von Facebook”

  1. Gefahren von Facebook…

    Das WEB 2.0 birgt viele Gefahren. Ob nun Betrüger mit Fakeshops versuchen einen um sein Geld zu bringen oder an die persönlichen Daten zu kommen um diese anschießend zu verkaufen. Andere versuchen Frauen (und manchmal auch Männer kennen zu lernen und d…

  2. Nun, als ich noch jung(TM) war, wurde viel von Fernsehsucht und derlei geschrieben. Später dann eben von Online-Sucht und nun von FB-Sucht, wobei sich das momentan auf FB-Mobbing verlagert.

    Man kann jedes Mittel mißbrauchen. Mit einem Gewehr kann man ein Mammut töten, um es zu essen, man kann sich aber auch gegenseitig abmurksen, umbringen, überfallen und ausrauben.

    Die Mittel, wie man sich gegenseitig bekämpft (wozu ich Mobbing zähle) ändern bzw. erweitern sich. Genauso kann sich der Umgang damit anpassen. Ich finde dieses anonyme Mobbing zwar besonders gefährlich, da die Hemmschwellen durch die Anonyymität in der Masse (vgl. Gustave LeBon) schneller und stärker fallen. Früher war es der real existierende Pöbel, heute ist es der virtuelle.

  3. Diver77 sagt:

    Facebook tötet genauso wenig wie Waffen töten.

    Das eigentliche Problem ist, dass Kinder keine ausreichende Medienkompetenz beigebracht bekommen. Da wird alles geglaubt, nur weil es im TV kam oder bei Twitter stand. Das kann nicht gut gehen.
    Das Internet mit allem drumherum ist ein mächtiges Werkzeug, das gewollt oder durch Unvermögen schnell gefährlich werden kann.

  4. muehsi sagt:

    Ich stimme euch zu und natürlich birgt der Fortschritt Risiken, welche immer weniger vorhersehbar sind. Die Entwicklung halte ich dennoch für bedenklich und wollte mit diesem Artikel darauf aufmerksam machen. Herunterspielen darf man diese definitiv nicht, dafür ist sie zu gefährlich.

  5. der-Handwerker sagt:

    Von facebook geht sicherlich eine Menge gefahren aus, so drastische Konsequenzen wie du sie hier auflistet sehe ich aber nicht. Denn wie Diver77 sagte, hat nicht facebook selbst getötet. Ich denke auch, dieses verhalten wird sich mit der kommenden Generation wieder mäßigen. Schon jetzt stellen viele Lehrer oder Professoren fest, dass soziale Netzwerke gar nicht mehr so “in” sind und viele sich abwenden oder einfach nicht so exzessiv nutzen.
    Die größere Gefahr sehe ich darin, dass facebook als kommerzielles Unternehmen eine monopolstellung hat. Hier wäre mit eine freie OpenSource-Lösung mit offenen Schnittstellen doch weitaus lieber!

    Ich habe auch einen Artikel dazu geschrieben, wenn der auch in eine etwas andere Richtung geht. :) http://www.blog.2bsafe.de/2011/mein-kind-bei-facebook/

  6. [...] über Gefahren, die mit Facebook zu tun haben mehr wissen möchte, sollte auch Gefahren von Facebook lesen. Update: Facebook hat der Meldung widersprochen: [...]

  7. [...] Informationen zu dem Thema gibt es auch hier: Gefahren von Facebook und Facebook – die neue [...]

  8. angi sagt:

    Naja gehackt oder leute die es garnnicht gibt opder fake bilder von google

  9. [...] gibt ja auch immer Leute, die solche neuen Features kritisch sehen und beispielsweise auf Gefahren von Facebook hinweisen oder es datenschutzrechtlich kritisch sehen. Laut Aussage von Facebook gelten die [...]

  10. Infophil sagt:

    Ich war eine Zeitlang in Facebook und habe mein Profil gelöscht, was eine Erlösung für mich war. Facebook hat großes Suchtpotential, ich saß schon stundenlang vor dem Rechner, besonders bei Langweile.
    Ich habe dort leider nur schlechte Erfahrungen machen müssen, es sind viele Leute dort die ein Hang zum Mobbing haben.

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