Testbericht: Asus Eee PC™ 1015PED – Warum ich das Netbook dem Tablet bevorzuge

Aufgrund meines Studiums habe ich mir im April ein Netbook zugelegt – und zwar ein Asus EeePc 1015 PED. Da ich sehr zufrieden mit dem Gerät bin und es bedingungslos weiterempfehlen würde, möchte ich euch innerhalb von einem Testbericht mitteilen was das Gerät kann, für welche Zwecke ich es einsetze und warum ich es deshalb auch einem Tablet (wie z.B. dem iPad oder dem Galaxy Pad) bevorzugen würde.


Der Einsatzbereich

Wie bereits erwähnt war der Grund des Kaufs mein Studium, das heißt, dass ich damit hauptsächlich Office-Arbeiten erledige. Hin- und wieder standen auch kleinere Programmieraufgaben an, die sich damit ebenfalls bewältigen ließen. Die Skripte waren im Normalfall sehr kurz, weshalb ich keine High-End-Leistung benötigte. Wie dies in der Zukunft aussieht, weiß ich allerdings nicht. Da ich es ebenfalls täglich überall mit hinnehmen wollte, unter Anderem auch auf Konferenzen etc. war mir das Gewicht auch sehr wichtig. Genau wie der Bildschirm, der sehr hell sein sollte (was das Arbeiten im Freien ermöglicht) als auch matt um Spiegelungen zu verhindern.

Technische Daten

Die technischen Daten des Eee sind wie folgt:

  • Prozessor: Intel Atom N475
  • Taktfrequenz: 1,8 GHz
  • Arbeitsspeicher: 1 GB mit DDR3-Standard
  • Festplattenspeicher: 250GB
  • Bildschirm: Matt, 1024 x 768 px
  • Besonderheiten:
    • 2x USB 2.0 und 1x USB 3.0
    • Bis zu 11,5 Stunden Akkulaufzeit

Mir persönlich war 1GB Arbeitsspeicher von Anfang an zu wenig, weshalb ich mir sofort einen 2GB-Stick mitbestellt und eingebaut habe. Bereut habe ich es nie. USB 3.0 war mir wichtig und ich nutze es häufig, da ich regelmäßig eine externe Festplatte für Datenbackup und Filme schauen anschließe.

11,5 Stunden Akkulaufzeit kann natürlich stimmen, wenn er einfach nur läuft, aber damit habe ich ehrlich gesagt nie gerechnet. Dennoch überraschte mich die hohe Akkulaufzeit. Normalerweise ist das Netbook im Dauerbetrieb von morgens, wenn die Uni beginnt, bis ich sie abends wieder verlasse. Schlapp gemacht hat der Akku noch nie! Also geschätzte 8-9 Stunden Akkulaufzeit im Officebetrieb sind definitiv vorhanden.

Tastatur und Touchpad überzeugen

Wie der Rest des Netbooks sind auch Tastatur und Touchpad hervorragend verarbeitet. Ein umgewöhnen fiel mir sehr leicht und daraufhin bemerkte ich, wie schlecht das Touchpad meines Notebooks eigentlich ist. Auch flüssiges Schreiben ist problemlos möglich, vor allem ist die Tastatur superleise, was mir sehr zusagt.

Display

Die Auflösung des Displays ist mit 1024 x 768 Pixel leider etwas gering, da ich in meiner Entwicklungsumgebung gerne Übersicht habe. Da die Skripte etc. aber immer sehr kurz waren, stellte dies sich nicht als Problem heraus. Lediglich nicht optimierte Webseiten lassen mich öfters über die Seite nach links und rechts scrollen. Das matte Display und die Bildschirmhelligkeit sind ausreichend – ein Arbeiten im Freien ist problemlos möglich, auch wenn bei direkter Sonneneinstrahlung die weiße, glänzende Oberfläche des Netbooks manchmal reflektiert und somit blendet.

 

Warum ich es einem Tablet bevorzuge

Dennoch würde ich in der Uni, zumindest beim derzeitigen Technikstand, niemals mit einem Tablet in die Uni gehen. Am meisten stört mich die fehlende Tastatur bei Tablets, da man als Informatikstudent alle Zeichen benötigt, also auch Sonderzeichen, und man nicht jedes Mal den Bildschirm wechseln kann – das würde einfach zu lange dauern und macht auch irgendwann keinen Spaß mehr. Ebenfalls schreibe ich am Netbook manchmal mit und das würde mit dem Tablet vermutlich ebenfalls deutlich länger dauern. Den Preis lasse ich hier mal außen vor – es muss jeder selber wissen, was er ausgeben möchte und vielleicht sind irgendwann die Tablets günstiger als Netbooks.

 

Fazit:

Ich bereue den Kauf meines Asus EeePC 1015 PED in keiner Weise und bin froh ihn getätigt zu haben. Mit 10,1 Zoll hat er eine geeignete Arbeitsgröße und ist auch nicht zu schwer um ihn überall hin mitzunehmen.



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5 Antworten to “Testbericht: Asus Eee PC™ 1015PED – Warum ich das Netbook dem Tablet bevorzuge”

  1. Meiner Liebsten hatte ich, als sie noch in der Schweiz lebte, ein Netbook geschenkt für erleichterte Kommunikation, vor allem via Skype. Und ich muß sagen, das ist zwar ganz nett, das Book, aber immer doch etwas klein als Computer. Allein schon die Tasten zu treffen… Vielleicht liegt das aber auch an unser beider ADHS. Aber wenn ich nicht gerade etwas habe, was einen halbwegs richtigen Computer braucht, nehme ich doch lieber das Tablet- oder aber mein 15″-Notebook, das ist zwar mehr zu schleppen, aber angenehmer zum rummachen.

    • muehsi sagt:

      Ja ich habe noch ein 17,4″-Gerät hier stehen, an dem ich normalerweise arbeite – für die Uni aber einfach zu groß, plump und schwer. Bei großen Händen kann die Tastatur schon etwas klein sein, da ich aber verhältnismäßig kleine Hände habe, komme ich damit klar. Ist eben Gewöhnungssache. Tablet ist zum surfen super, aber für genannte Zwecke eben nicht geeignet 😉

      • 17,4″ ist aber auch schon gewaltig. Meins hat die perfekte Größe, auch wenn ich eher klein bin. Das Tab nehme ich in der Tat nur zum Surfen, alles andere ist Krampf. Irgendwie, ein ein wenig weniger kleines Netbook….

        • muehsi sagt:

          Ja, würde mir auch keinen so monströsen Laptop mehr kaufen. Entweder gleich Tower-PC mit 24″-Monitor oder ein 13/15″ Notebook. Vermutlich aber Netbook und Tower-PC.

  2. Hannes sagt:

    Ich stimm dir absolut zu, zum vernünftigen Arbeiten ist ein Tablet unbrauchbar und auch ich habe mein Netbook noch immer nicht verkauft, weil ich es einfach für die Uni brauche (zumindest ab morgen). Dafür ist ein Tablet aber ja auch nicht gemacht, denn es ist (bisher) ein reines Multimedia-Konsum-Gerät und das kann es eben wesentlich besser und vor allem bequemer als ein Netbook (Bessere Displayauflösung, wesentlich leichter und handlicher, bessere Lautsprecher, noch längere Akkulaufzeit…). Geräte wie das Asus Eeepad Transformer zeigen zwar, dass es auch Kompromisse zwischen Tablet und Netbook gibt, womit beide Weltern verschmelzen, aber im Großen und Ganzen ist der Vergleich Netbook/Tablet ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Man vergleicht ja auch nicht einen Fernseher und einen Desktop-PC (zum Beispiel). Nichtsdestotrotz ein Thema, dass mich persönlich interessiert, und ich würde mich freuen, wenn du noch mehr darüber schreibst. Und als Anmerkung, korrekt heißt es „Samsung Galaxy Tab 10.1“ (und nicht „Pad“) ;D

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