Textbasar von News.de – Oder: Was ein Blog nicht brauchen kann

In den letzten Tagen erhielt ich eine Mail von dem/einem Online Marketing Manager von News.de. Dieser hat mir ihr neues Projekt vorgestellt: Der Textbasar von News.de.

Ich möchte in ein paar Worten zusammenfassen was es ist, warum an diesem Projekt vermutlich nicht viele teilnehmen werden und warum ein Webseitenbetreiber sogar Schaden von einer Teilnahme nehmen kann.


Was ist der Textbasar?

 

„Textbasar“ ist ein Projekt von news.de, welches Texte aus den Themenbereichen wie Medien, Gesellschaft, Onlinewelt, Technik, Lifestyle und vielem mehr anbietet. Diese Texte werden von der news.de Redaktion erstellt und können im Anschluss von Online- sowie Printmedien verwendet werden. Allerdings dürfen die Texte nicht verändert werden, sondern lediglich in vorgegebener Wortlaut veröffentlicht werden. Im Gegenzug wird erwartet, ein Link als Quellenangabe anzugeben – Sonst fallen keinerlei Kosten an.

Einbinden kann man die Beiträge einer bestimmten Kategorie beispielsweise per RSS-Feed. Es stehen auch noch weitere individuelle Möglichkeiten zur Verfügung.

Vorteile von Textbasar

Das bringt einige Vorteile mit sich:

  • Vor Allem wenn man wenig Zeit hat, behält man durch die automatisch eingebundenen Beiträge immer aktuelle Artikel zum Beispiel in seinem Weblog.
  • Die Artikel sind von professionellen Journalisten geschrieben, was eine gewisse Qualität mit sich bringt.

 

Nachteile des Angebotes

Dies mag im ersten Moment sehr positiv klingen, jedoch gibt es einige Gründe, weshalb der Großteil der Webseitenbetreiber dieses Angebot ablehnen würden.
Das Ziel eines jeden Bloggers (der Erfolg haben möchte) ist – bzw. sollte sein – möglichst einzigartigen Content zu erstellen. Content, der Informationen bietet, die entweder noch nicht im Web zu finden sind oder nur mühsam zu finden sind. Dies führt dazu, dass man beachtet wird und die Besucher immer wieder kommen, denn sie merken:

 

Hier bekomme ich früh gute und verlässliche Informationen.

 

Wenn man nun lediglich Artikel kopiert, dann haben diese keinerlei Mehrwert mehr für die Nutzer und das Web und somit hat dies auch keinen positiven Einfluss auf das Interesse der Besucher.
Noch schlimmer: Im Normalfall bemerkt Google, dass der Artikel kopiert ist. Dies mag Google natürlich nicht und wird die Seite eventuell dafür abstrafen, indem sie z.B. weiter hinten in den Suchergebnissen erscheint oder komplett raus fliegt.
Ein weiterer Grund ist, dass der durchschnittliche Blogger keine Artikel von ihm unbekannten Personen veröffentlicht. Bei einem Gastartikel lernt man den Blogger vorher kennen und beschäftigt sich mit ihm. Beim Angebot von News.de erhält man immer Artikel von Redakteuren, die Einem unbekannt sind und eventuell sogar häufig wechseln. In diesem Fall kann man sich mit diesem Artikel überhaupt nicht oder nur sehr schwer identifizieren, was viele Blogger nicht mögen.
Auch Printmedien würden wohl nicht auf ein solches kostenloses Angebot eingehen: Da News.de eine Verlinkung fordert bedeutet dies, dass auf der Webseite von (zufällig gewähltes Beispiel) dem Spiegel eine Verlinkung außerhalb ihres eigenen Angebotes anbieten würde. Diesen zu erwartenden Spott würde sich wohl niemand antun wollen.

 

Ein weiterer interessanter Artikel zu dem Thema: Freienblog


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2 Antworten to “Textbasar von News.de – Oder: Was ein Blog nicht brauchen kann”

  1. Elmar sagt:

    Stimme völlig zu – bei mir kam das auch per Mailanfrage, nachdem die etliche Male wohl tagsüber es telefonisch versucht haben. Allein schon das „Verbot“, die Texte zu ändern inklusive aller darin steckenden „Funktionalitäten“ ist völlig daneben. Ich habe daher auch dankend abgelehnt…

  2. […] Blog netz-universum.de wurde auch schon über den “Textbasar” geschrieben, dort gibt es auch einen Kommentar, wo noch jemand massig von news.de angerufen wurde. Diese […]

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