An den Weihnachtsfeiertagen sind Aktivisten der Hackergruppe Anonymous in Datenbanken der US-Firma Straftor eingedrungen. Dabei wurden bis zu 90.000 Kreditkartendaten und EMail-Adressen von Kunden der Firma geknackt und entwendet worden sein. Ein Link zur angeblichen Liste mit den Daten wurde via Twitter veröffentlicht.
Peinlich ist die ganze Aktion wohl vor allem Straftor, die Analysen über internationale Sicherheitsbedrohungen anbietet. Zu ihren Kunden gehören Giganten wie die US-Armee, die US-Luftwaffe sowie Technologie-Giganten Apple und Microsoft.
Prinzipiell habe ich bisher immer die Aktivitäten der Hackergruppe befürwortet, wenn es um das Offlinelegen von Webseiten mit Kinderpornografie geht oder die demokratische Bewegung in der Welt damit unterstützt wird.
In diesem Fall verurteile ich die Aktion jedoch. Ob es für einen guten Zweck ist oder nicht, man kann nicht einfach zufällige Kreditkarten hacken und davon Geld nehmen, um damit Hilfsorganisationen zu unterstützen. Ich darf auch nicht in Villen einbrechen, Geld und Schmuck klauen und diesen Erlös an Hilfsorganisationen spenden. Vor Gericht würde der Richter mich wohl in die geschlossene Anstalt einweisen lassen, wenn ich wirklich denke, dass dies rechtens sei. Robin Hood war früher, heute sind andere Zeiten. Und auch Robin Hood wurde mit Recht gejagt.
Bildquelle: Aka / pixelio.de



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Ein wesentliches Problem dabei:
Die Hilfsorganisationen freuen sich über das Geld und geben es weiter. Nach ein bis zwei Monaten kommt dann der Chargeback und das bereits verwendete Geld wird mit zusätzlichen Transaktions- und Chargebackgebühren wieder abgebucht. Die Hilfsorganisation macht also ein schönes Minus. (ganz abgesehen davon, dass der Ruf der Organisationen leidet, da sicher einige Bestohlene sich fragen werden, warum die einfach abbuchen)
Also über solche Trotteln kann man sich nur ärgern…
Danke für die Meinung. Das ist wahrlich ein Punkt an den ich noch nicht gedacht habe. Eine insgesamt vollkommen misslungene Aktion.