Demonstrationen gegen ACTA am 11. Februar 2012 u.A. in Würzburg

Wie vermutlich viele von euch bereits über die TV, Twitter, Facebook und Co mitbekommen haben, wird seit über zwei Jahren über ein geheimes Abkommen mit dem Kürzel ACTA verhandelt.

ACTA steht für “Anti-Counterfeiting Trade Agreement” – ist also übersetzt ein multilaterales Handelsabkommen, welches den Sinn haben soll leichter gegen Produktpiraterie, also Fälschungen etc. vorgehen zu können.

Das Antipiraterieabkommen Acta ist als Antwort auf den zunehmenden Handel mit gefälschten Produkten und Waren geplant. Die Verhandlungen zu dem Handelsabkommen werden seit 2007 im Geheimen geführt.

Weltweit unterstützen Piratenparteien das Bündnis <<STOP ACTA>>, welches dieses Abkommen stürzen will. Daher riefen sie zu einer Demonstration gegen ACTA auf, welche alleine in 50 Städten Deutschlands geplant sind und in 19 Ländern Europas. Diese sollen verhindern, dass das Europaparlament im Herbst das “Handelsabkommen” unterzeichnet und es so in Kraft trete. Das Abkommen, welches ja augenscheinlich im Sinne der Urheber liegen sollte. Komisch ist dabei nur, dass diese nicht einmal an den Verhandlungstisch gelassen wurden.


Der grundlegende Sinn des Abkommens mag vielleicht vernünftig klingen, jedoch befürchten Kritiker, dass Providerkriminalisierung, Netzsperren und weitere Eingriffe in Grundrechte möglich seien und diese kaum kontrolliert werden können.

Wie weit das gehen könnte und inwiefern das unseren Alltag beschreibt, zeigt folgendes Video, welches ich bei ratze gefunden habe:

Quelle: Youtube.com

Erste Erfolge abzusehen

Nach Massenprotesten in Polen sind die ersten Erfolge bereits absehbar: So sagte Ministerpräsident Donald Tusk: “Ich teile die Meinung, dass die Beratungen unvollständig waren” und setzte die Ratifizierung aus. Hier ein beeindruckendes Video einer Demonstration aus Polen mit über 30000 Teilnehmern:

Quelle: Youtube.com

Laut Golem betreffen die Demonstrationen folgende Städte Deutschlands: Aachen, Annaberg-Buchholz, Augsburg, Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen, Chemnitz, Crailsheim, Düsseldorf, Dortmund, Dresden, Erfurt, Frankfurt am Main, Frankfurt/Oder, Freiburg, Gera, Göttingen, Heidenheim an der Brenz, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Ingolstadt, Jena, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Mettmann, Minden, München, Münster, Neuss, Nordenham, Northeim, Nürnberg, Osnabrück, Oldenburg, Potsdam, Ravensburg, Regensburg, Rostock, Saarbrücken, Schwerin, Stade, Stuttgart, Trier, Ulm, Weinheim und Würzburg.

Demonstration in Würzburg

Da ich in Würzburg wohne, möchte ich euch die Demonstration etwas genauer vorstellen. Sie startet am 11. Februar um 15 Uhr am Kiliansbrunnen vor dem Hauptbahnhof und verläuft über die Juliuspromenade durch die Fußgängerzone am Rathaus vorbei zum unteren Markt. Hier ein kleines Bild, wie die Route und die Alternativeroute (bei zu vielen Teilnehmern) aussieht:

(Bild aufgrund fraglicher Urheberrechtsangaben aus dem Blog entfernt)

Die Veranstalter bitten darum, keine Waffen oder Ähnliches mitzunehmen, damit die Demonstration friedlich ausgeht. Hier ein kleiner Ausschnitt von der Facebookseite:

“was DARF ich zur demo mitnehmen und was NICHT?! 

Hier als quick reference die wichtigsten Spielregeln vorab: Waffen (Messer, Bath- lets, Lockpick-Sets), auch passive, sind verboten – hierzu zählen meist auch Stahlkappenschuhe sowie Schutzbewaffnung
wie „Storm Trooper“- Helme, stählerne Notebook-Schutzhüllen und Thermoskannen. Und auch wenn es den durchschnittlichen Nerd überrascht: Ein Leatherman wird aufgrund der an ihm befestigten Klinge vordergründig als Waffe und nicht als Werkzeug wahrgenommen. Und da trainiertes Personal auch mit harmlosen „Club Mate“-Flaschen Critical-Damage-Attacks landen können, sind sie als „gefährliche Gegenstände“ von einigen Demonstrationen banned. Diskussionen mit dem Admin erübrigen sich hier. Der Süchtige sollte durch Umfüllen vorsorgen. Neuerdings sind sogar Fahrräder ungern gesehen, denn sie sind als Blockade-Werkzeug verschrien. Nicht verboten sind hin- gegen Geräte zur visuellen Dokumentation.”

Ich rufe alle dazu auf, an dieser Demonstration teilzunehmen und hoffe, dass ihr die Relevanz des Themas verstanden habt!

Hier könnt ihr eine Petition gegen ACTA unterzeichnen.
Weitere Infos zu ACTA gibt´s hier!
Piratenpartei Unterfranken



Ähnliche Artikel:




2 Antworten to “Demonstrationen gegen ACTA am 11. Februar 2012 u.A. in Würzburg”

  1. daniel sagt:

    moin moin leute,

    das thema acta geht ja schon ne weile.
    irgendwie hab ich den faden verloren, ist den nun schon eine endscheidung gefallen ?
    manches verschwindet ( auch ungewollt ) ausser blick.

    beste grüße

    daniel

    • muehsi sagt:

      Ende Juni oder Anfang August diesen Jahres wurde das Abkommen vom EU-Parlament abgelehnt. Also ein Erfolg für Bürgerrechte und Datenschutz! :)

Schreibe eine Antwort

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Sitemap Blog Top Liste - by TopBlogs.de Blogverzeichnis Blogtotal